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Startseite > Junges Dichten 2009

Preisverleihung beim Lyrik-Wettbwerb "Junges Dichten"

Jugendliche von der ERS-Saarwellingen nahmen an dem Wettbewerb "Junges Dichten" teil.
 
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Von SZ-Redakteur Johannes Werres
Im Blau des Bechers
Preisverleihung beim Lyrik-Wettbwerb "Junges Dichten"
Eine kleine Kostbarkeit, dieser Mittwochabend in Saarwellingen. Jugendliche aus sieben Erweiterten Realschulen
und Gymnasien, zwölf bis 17 Jahre alt, nehmen von einem Mäzen Preise für Gedichte entgegen, die sie geschrieben haben.
 
Saarwellingen. Eine völlig andere Atmosphäre bei der Preisverleihung im Alten Rathaus als bei Schulveranstaltungen:
frei vom Schweiß des Übens, von elterlicher Rührung und aufmunterndem Klatschen. Schauspieler Peter Tiefenbrunner
liest die Gedichte der jungen Leute. Vieles ist witzig, das junge Publikum, begleitet von Lehrerinnen und Lehrern,
lacht, es erkennt wieder. 21 Gedichte aus sieben Schulen: Die Jury hat zweite Preise vergeben, zwei Preise
für Gruppenarbeiten und einen ersten Preis. Mein Alltag, meine Welt, so lautete die Aufgabe des Lyrikwettbewerbs
Junges Dichten. Ausrichter war die Gemeinde Saarwellingen.
 
Die eigene Welt: "Sie ist nicht groß, sie ist nicht klein, doch sie gehört mir allein. Ich leb sie jeden Tag,
weil ich sie erleben mag." Das schrieb Chiara Lay, 13, Klasse acht, Nikolaus-Groß-Schule in Lebach. Der Alltag:
Das Gedicht "Zähneputzen", eine Gemeinschaftsarbeit, Klasse elf, Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach,
als sprühende Performance von den Jugendlichen selbst auf die Bühne gebracht: "Ach ich will zerfließen
im Blau des Bechers . . ." - die Lacher waren sicher. Daniel Rosport (Stadtgarten-Gymnasium Saarlouis)
ist - bejubelt - der einzige Junge unter den Gewinnern: Das Leben ist (unter anderem) "ein Kind,
das mir ein Beinchen stellt, ein Rind, das in den Abgrund fällt."
 
Die eigene Welt: "Sie ist nicht groß, sie ist nicht klein, doch sie gehört mir allein. Ich leb sie jeden Tag,
weil ich sie erleben mag." Das schrieb Chiara Lay, 13, Klasse acht, Nikolaus-Groß-Schule in Lebach.
Der Alltag: Das Gedicht "Zähneputzen", eine Gemeinschaftsarbeit, Klasse elf, Geschwister-Scholl-Gymnasium Lebach,
als sprühende Performance von den Jugendlichen selbst auf die Bühne gebracht: "Ach ich will zerfließen im Blau
des Bechers. . ." - die Lacher waren sicher. Daniel Rosport (Stadtgarten-Gymnasium Saarlouis) ist - bejubelt -
der einzige Junge unter den Gewinnern: Das Leben ist (unter anderem) "ein Kind, das mir ein Beinchen stellt,
ein Rind, das in den Abgrund fällt."
 
Die Preise, je 40 Euro plus ein Buch, für den ersten Platz 250 Euro, überreicht der Sponsor:
Richard Douglas Pennant, eigens aus Nord-Wales angereist. Pennant hat schon zuletzt in Shanghai
und in Italien solche Wettbewerbe gefördert. Organisatorin Cornelia Rohe, einzige hauptamtliche
Kulturmanagerin in einer Gemeinde des Kreises, kennt ihn aus dem weltweiten Jazz-Netzwerk,
dessen Teil Saarwellingen längst ist. Und, wahrer Luxus, den nur Mäzene wie Pennant ermöglichen,
mit ihm angereist waren die Top-Jazzer Stephen Keogh (Irland/Spanien), Davide Petrocca (Italien)
und Thilo Wagner. Die Schüler im Alten Rathaus lauschen dem erstklassigen Jazz - nicht ihre
Musikrichtung im Alltag - ebenso wie eigenen Gedichten, die Pennant auf Englisch vorträgt. "Tractors Never Die",
zum Beispiel, "Trecker sterben nie."
 
Der Mäzen lebt vom Ertrag des Familienguts in Wales. "Was für eine Tradition des Dichtens Deutschland doch hat",
schwärmt er. "Gerade bei jungen Leuten waren Gedichte oft ein Mittel des Protests, das gefällt mir."
Was überhaupt ein Gedicht sei? Pennant: Beobachtung, Gefühl und eine künstlerische Struktur."
 
Platz eins: Serina Koprek, ERS Saarwellingen.
Zweite Plätze: Jana Hrubi, 13 (ERS Saarwellingen), Chiara Lay, 14, Lisa Szygulla, 17, (GSG Lebach),
Gruppen: Klasse zehn, SGS Saarlouis; Klasse elf, GSG Lebach.
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