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ERS Saarwellingen beteiligte sich an Mitmach-Parcours



An der Erweiterten Realschule in Saarwellingen drehte sich drei Tage lang alles um das Thema Rauchen und Alkohol – natürlich im präventiven Sinne. Insgesamt 300 Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Mitmach-Parcours teil.
 
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Von SZ-Mitarbeiterin Heike Theobald
 
Saarwellingen. Der Anteil von Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren, die im vorigen Jahr mindestens wöchentlich Alkohol getrunken haben, ging zwar mit 21,8 Prozent im Vergleich zu 2004 leicht zurück, aber das Ergebnis gibt immer noch genügend Grund zur Sorge. Die Statistik hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Auftrag gegeben. Sie ist es auch, die unter dem Motto „KlarSicht“ einen Mitmach-Parcours entwickelt hatte, der an Schulen spielerisch Präventionsarbeit leisten soll, wie derzeit an der Erweiterten Realschule in Saarwellingen.
 
Auch andere Schulen dabei
 
Dort waren allerdings nicht nur die Saarwellinger Schüler aufgerufen mitzumachen, sondern auch die Jugendlichen von der Johannes-Gutenberg-Schule und der Schule am Eisenbahnschacht in Schwalbach. Bis zu 300 Schüler sind von Mittwoch bis Freitag durch den Parcours geschleust worden. Und wie Otmar Woll, Leiter der ERS Saarwellingen, beobachten konnte, seien die Schüler mit großer Aufmerksamkeit bei der Sache. Da gab es das Spiel „Drunk-Buster“. Dort durften die Schüler mit Hilfe einer Spezialbrille testen, wie es ist, mit bis zu 1,5 Promille einen Hindernisparcours zu bewältigen. Ein anderes Spiel zielte darauf ab, welche Getränke den höchsten Alkoholwert haben, oder beim „Tor der Entscheidung“ ging es darum herauszufinden, ob die bei Jugendlichen beliebten Alcopops süchtig machen.
 
Beim Mitmach-Parcours drehte sich jedoch nicht alles nur um das Thema Alkohol. Auch die Zigaretten rückten in den Mittelpunkt. Denn nach der BZgA-Studie rauchen etwa 15,4 Prozent der Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Wobei auch dort die Quote gesunken ist und zwar um mehr als zehn Prozent.
 
Dabei geholfen hat vielleicht auch die „Nichts-vernebeln-Station“ des Parcours. Hier müssen die Jugendliche Fragen rund um das Rauchen beantworten, und das Aufzeigen der Konsequenzen, mit denen ein Raucher leben muss, ist auch nicht ohne.
 
Wichtigster Aspekt des Mitmach-Parcours ist das Lernen durch Interaktion. „Es ist eine Aktion, die nachhaltig sein soll“, erklärte Helmer Schleich, Ansprechpartner der BZgA-Aktion. „Klarsicht bietet die Möglichkeit, die Schüler nicht nur auf kognitiver, sondern auch auf emotionaler und verhaltensbezogener Ebene anzusprechen und damit die Präventionseffekte zu steigern“, meinte Woll. Er sieht in dem Mitmach-Parcours eine positive Beeinflussung der Jugendlichen.
 
Präventionsarbeit wichtig
 
Und auch Saarwellingens Beigeordneter Armin Weisgerber machte sich ein Bild vom Parcours. Er sprach über die Wichtigkeit von Präventionsarbeit, wie sie auch in der Gemeinde durch die Kinder- und Jugendarbeit seit mehr als 20 Jahren betrieben wird, oftmals in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten.
 
AUF EINEN BLICK
 
„KlarSicht“ ist ein Mitmach-Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und zum Thema Tabak und Alkohol. Beim Projekt an der Erweiterten Realschule in Saarwellingen wirkten mit das Jugendamt und Gesundheitsamt des Landkreises, das Amt für Jugend, Senioren und Soziales in Saarwellingen und der Caritasverband.
 
Der Parcours soll das Genuss- und Konsumverhalten bewusst machen, soll mit Jugendlichen gemeinsam soziale Folgen des Tabak- und Alkoholkonsums reflektieren, Entscheidungshilfen geben, über Wirkungen und Suchtpotenziale aufklären, Schutzmechanismen zur Förderung des Nichtrauchens und zu einem kritischen Umgang mit Alkohol aufbauen.
Hth
 

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